Strömender Regen beim ersten Blick aus dem Fenster am Morgen in Mayerhofen. Dabei hatte ich das Zillertal noch sehr sonnig in Erinnerung aus unseren damaligen Trainingslagern! Dazu 11 Grad mit der verlockenden Aussicht auf den Gefrierpunkt und Neuschnee ab 1800 Metern. Jehaa.Aber halb so schlimm, wir waren gut ausgerüstet!Also schön die Regensachen auspacken, dick anziehen und die Luft mit dem Duft von Imprägnierspray ausfüllen. Natürlich noch Schutzbleche an die Sattelstütze gebaut (I love Hobbitstyle) und ab gehts. Sieht nicht gut aus, hilft aber einen trockene und saubere Hintern zu behalten.Bei weissen Hosen doppelt wichtig!!
Nach dem Start ging es wie fast immer erst mal lange auf Asphalt nach oben. Überhaupt ist der Asphaltanteil für ein MTB-Rennen mit ca. 45-55% sehr hoch. In der Gruppe im Regen fahren bedeutet in jedem Fall nach paar Minuten total durchnässt zu sein. Heute gab es im Prinzip auf den 94km mit 2100hm nur einen Berg: der erste Anstieg.Mit 1600hm. Weiter oben wurde es dann natürlich kälter. -1 Grad, Schnee und Schlamm. Und viele Kühe im Weg! Es ging einen schönen, felsigen, verblockten Trail nach oben auf dem wir viel Zeit gut machen konnten. Das hatte bisher wenigstens mal was mit Mountainbiken zu tun! Aber irgendwann war auch mal für uns gefühlte 60min Tragen dran. Es waren natürlich weniger, sieht man bei der SRM an der Zeit ohne Watt und Cadence. die Cleats danach schön mit Schnee zu, an einklicken nicht zu denken. Am Pfitscherjoch hatten wir bis Platz 7 alle wieder eingeholt, die an dem ersten Berg so erfolgreich weggepirscht sind. Die anschließenden 60km mehr oder weniger bergab nach Brixen waren aber nicht unsere wahre Stärke und wir haben leider die Gruppe verloren und uns dann alleine ins Ziel gequält. Highspeed auf der Abfahrt waren heute 80,3 km/h
Brum brum...
Nach Ankündigung in den letzten Tagen tauchen dann auch die ersten technischen Probleme auf. Tunes Cannonball Lefty-Naben scheinen sehr ungeschützte Lager auf der Gabelseite zu haben. Ein schönes trockenes Quietschen ist dann zu hören. Da ist abends von Sascha Nabenmassage gefragt. Die Mechaniker haben da wesentlich mehr zu tun. Besonders an so einem Schlechtwettertag wird da bis nachts geschraubt. Danke an dieser Stelle an alle fleißigen Schraunbendreher! Übrigens haben wir heute mit Platz 10 auch in der Gesamtwertung nun P10 inne. Das heißt früh regulär Startblock A! Zeit zum Schlafen, heute in einem Haus aus dem 12. Jahrhundert. Bei den Bildern musste ich mich heute mal bei den offiziellen Fotografen bedienen, die Restfunktion meiner eingefrorenen Hände musste ich zum Schalten und Bremsen nutzen.